Rotlicht vs. Nahinfrarot: Was 630, 660, 810, 830 und 850 nm bedeuten
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630 und 660 nm sind sichtbares rotes Licht; 810, 830 und 850 nm sind Nahinfrarot, knapp jenseits dessen, was das menschliche Auge sehen kann. Die Wellenlängenliste eines Panels sagt Ihnen, welche LED-Typen es enthält, aber nicht, wie viel Licht jeder davon abgibt. Ein Panel mit mehr Wellenlängen ist also nicht automatisch stärker oder besser.
Die fünf Wellenlängen der Rubrawell-Panels
Jedes Rubrawell-Panel nutzt diese fünf LED-Typen (Herstellerangaben):
| Wellenlänge | Bereich | Sichtbar? | Wie es aussieht |
|---|---|---|---|
| 630 nm | Rot | Ja | Helles Orangerot |
| 660 nm | Tiefrot | Ja | Tiefrot |
| 810 nm | Nahinfrarot | Kaum oder gar nicht | Sehr schwaches dunkelrotes Glimmen oder nichts |
| 830 nm | Nahinfrarot | Nein | Wirkt ausgeschaltet |
| 850 nm | Nahinfrarot | Nein | Wirkt ausgeschaltet oder als schwacher roter Punkt, wenn Sie direkt hineinschauen |
Nach üblicher Definition reicht das sichtbare Spektrum von etwa 380 bis 780 nm und das Nahinfrarot (auch IR-A) von etwa 780 bis 1.400 nm. Die Empfindlichkeit des Auges sinkt oberhalb von etwa 700 nm stark ab. Deshalb wirken manche LEDs dunkel, obwohl das Panel eingeschaltet ist.
Was „nm“ bedeutet
nm steht für Nanometer, ein Milliardstel Meter. Das ist die Wellenlänge des Lichts: der Abstand zwischen zwei Wellenbergen. Kürzere Wellenlängen wirken blau, längere rot, und noch längere sind Infrarot.
Eine LED mit der Angabe „660 nm“ strahlt nicht nur genau 660 nm ab. Sie strahlt ein Band um einen Spitzenwert ab, meist einige zehn Nanometer breit. Die Breite wird als FWHM (Halbwertsbreite) angegeben. Deshalb überlappen sich 830- und 850-nm-LEDs stark.
Warum mehr Wellenlängen allein nicht besser sind
Manche Panels werben mit 7 oder 9 Wellenlängen. Die Anzahl allein sagt wenig aus:
- Die Leistung wird geteilt. Ein Panel hat eine feste Zahl an LEDs und ein festes Leistungsbudget. Mehr Kanäle bedeuten meist weniger LEDs pro Kanal.
- Benachbarte Bänder überlappen. Bei einer Halbwertsbreite von einigen zehn Nanometern decken 830 und 850 nm großteils denselben Bereich ab.
- Die Angabe ist keine Messung. Nur eine Spektrometermessung zeigt den echten Spitzenwert jedes Kanals. Eine „660 nm“-LED kann ihre Spitze bei 640 oder 680 nm haben.
- Die Bestrahlungsstärke pro Kanal zählt mehr. Entscheidend ist, wie viel Licht jedes Band in Ihrem Abstand liefert, nicht wie viele Bänder aufgelistet sind.
Was Sie jeden Verkäufer fragen sollten: ein Spektrumdiagramm mit Spitzenwellenlänge und Halbwertsbreite pro Kanal sowie die Bestrahlungsstärke in einem angegebenen Abstand mit nur Rot, nur Nahinfrarot und beidem eingeschaltet.
Sichtbar vs. unsichtbar: warum das für Ihre Augen wichtig ist
Ihre Augen reagieren auf helles sichtbares Licht: Die Pupille verengt sich, und Sie schauen weg oder blinzeln. Nahinfrarot löst diese Reaktion nicht aus, weil Sie es nicht sehen. Ein Panel kann also viel Nahinfrarot abgeben und dabei schwach wirken. Starren Sie in kein Panel, und tragen Sie eine Schutzbrille oder schließen Sie die Augen. Mehr unter Grundlagen zum Augenschutz.
Quellen
- Definitionen von sichtbarem und infrarotem Bereich: CIE / ISO 20473 (sichtbar etwa 380–780 nm, IR-A 780–1.400 nm).
- Wellenlängen der Rubrawell-Panels: Angebot des Herstellers (Hersteller in Shenzhen), Okt. 2026.
Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2026. Ihr Rubrawell-Team.


